Klingende Weihnachten

Ein kurzer Reminder sei erlaubt: Weihnachtliche Klänge gibt es am kommenden Donnerstag, 11. Dezember um 19:30 Uhr in der Bernardikapelle des Heiligenkreuzerhofes in Wien zu hören. Wer diesen Termin nicht schafft, kann festliche Musik von Joseph Haydn mit dolce risonanza unter der Leitung von Florian Wieninger – und Anton Holzapfel an der solistischen Orgel – am kommenden Samstag, 13. Dezember in der Sendung Apropos Musik ab 15 Uhr hören: oe1.orf.at.

Diese Werke gibt es auch auf CD, Kurzentschlossene können diese auch noch als Präsent erwerben! Bestellen Sie gleich hier: www.antonholzapfel.at/toene/

Ein  frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2015 wünscht
Anton Holzapfel

Ist das die stillste Zeit im Jahr?

So sehr wir uns es anders wünschten, die Wochen vor dem Jahresende bringen für die meisten von uns enormen Zeitdruck. Wenn Sie etwas entschleunigen wollen, dann suchen Sie auch im Lärm der Großstadt Wien Oasen der Stille, wo Musik die Zeit gleichsam anhält. Möglichkeit dazu gibt es in den Wochen vor Weihnachten gleich mehrmals:

Im Rahmen der Wiener Orgelkonzerte spiele ich am 27. November ein Konzert in der Waisenhauskirche am Rennweg mit Orgelmusik der Wiener Klassik.

Besinnlich und gleichermaßen virtuos wird es dann am 29. November in der Peterskirche (am Graben in Wien) und am 30. November im Stift Heiligen­kreuz (im Wienerwald) mit einer Aufführung der Rosenkranzsonaten von H.I.F. Biber, ergänzt von den liturgischen Texten zu den fünf Mysterien der Weihnachtszeit.

Am 11. Dezember bringt das Ensemble dolce risonanza in der Bernardikapelle im Heiligenkreuzer Hof im 1. Wiener Gemeindebezirk adventliche Musik aus Österreich für Streicher und Orgel sowie Sopran zum Klingen.

Stimmen Sie sich ein auf die stillste Zeit im Jahr! Details unter Termine.

Salzburger Nachtmusik

Konzerte Oktober 2014

Im Oktober 1682 versammelte sich in Salzburg alles, was im römisch-deutschen Reich Rang und Namen hatte, zu einem 7 Tage dauernden Fest. Es galt, mit großem Pomp das Jubiläum zur 1100-Jahrfeier der Gründung des Erzstiftes Salzburg zu feiern. Die barocke Stadt bildete die Bühne für den Gastgeber Fürst-Erzbischof Max Gandolph, sei es beim großen Festumzug, bei der Aufführung einer 54-stimmigen Festmesse im Dom oder den zahlreichen Festen in der Residenz. Und natürlich bildete festliche Musik den Rahmen im Zeremonial und zur Unterhaltung bei Tafel, Tanz und Kammermusik. Das Ensemble dolce risonanza entführt Sie in eine Salzburger Nacht mit festlicher Musik der Hofmusiker Heinrich Ignaz Franz Biber, Georg Muffat u. a. Und ganz en passent lernen Sie einen der wundervollsten Orte der Inneren Stadt kennen: 

Bernardikapelle im Heiligenkreuzer Hof, Samstag, 18. Oktober 2014, 19:30 Uhr

Lassen Sie den Abend dann ausklingen bei Brot und Wein im Theatersalon Hollmann, Grashofgasse/Köllnerhofgasse, unmittelbar beim Eingang zum Heiligenkreuzerhof.

Details und Karten unter www.dolcerisonanza.at/Termine

Auf Ihr Kommen freut sich Anton Holzapfel

PS: Eine Anzahl Auserwählter kann schon am 17. Oktober eine Voraufführung genießen, eine (nicht-öffentliche) Veranstaltung auf Einladung s-wohnbaubank / ERSTE Bank.

Wer weder den einen noch den anderen Termin schafft, noch ein Hinweis: am 11. Oktober gibt es wieder einmal ein Orgel-Solokonzert zu hören – und per Videoleinwand zu sehen: nach vollendeter Renovierung der Orgel in der Pfarrkirche Ramsau bei Hainfeld in NÖ gilt am Samstag, 11. Oktober um 19 Uhr ein „Nun klingt sie wieder“. Details siehe Termine.

Die Königin hat abgedankt!

Beim Autofahren Ö1 hören zu können, ist ein angenehmer Zeitvertreib bei meinen zahlreichen Fahrten. Die Ansage eines Stücks für Orgel und Orchester von Leon Boelmann am vergangenen Mittwoch in der Sendung „Konzert am Vormittag“ hat mich aber einigermaßen irritiert. Da wurde der Ö1-Hörerschaft Aufgeschlossenheit, Neugier, Vorurteilsfreiheit und Toleranz für Musik aus allen Richtungen attestiert. Nur eine einzige Richtung, „gegen die der Wind, manchmal auch der Sturm der Ablehnung bläst“, sei auszumachen: Orgelmusik!

Gerne hätte ich näheres zu der zitierten „umfragewissenschaftlich untermauerten Anti-Orgel-Gruppe der Ö1-HörerInnen“ erfahren.

Als leidenschaftlichem Organisten ist mir die zeitgemäße, attraktive Vermittlung von Orgelklängen ein besonderes Anliegen, sei es in weltlicher oder geistlicher Musik. Dass die Königin der Instrumente allem Anschein nach abgedankt hat, ist wohl nicht zu leugnen und auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Es ist nachvollziehbar, dass für ein auf optische Reize fixiertes Publikum ein einstündiges Orgelkonzert in einer Kirche, wo von der Orgelempore nur Klänge in den Zuschauerraum geschickt werden, nicht mehr attraktiv genug ist. Video-Walls, die den Organisten ins rechte Bild rücken, Gesprächskonzerte, Instrumentenführungen uvm sind mögliche Antworten auf diese Entwicklung.

Doch vorher hätte ich gerne mehr von dieser Umfrage gewusst: Wie lauteten wohl die Fragestellungen? Wurden Querbezüge hergestellt, etwa hinsichtlich Nähe/Ablehnung zu Religion und Kirche? Von wann stammt diese Umfrage, welches Sample wurde dabei verwendet, sind die Aussagen repräsentativ? Ein Mail an die Musikredaktion des ORF ist unterwegs …

In Kürze hoffentlich mehr darüber hier auf dieser Seite. Einstweilen darf ich mich Richtung Bregenzer und Salzburger Festspiele verabschieden.

Ihr/Euer
Anton Holzapfel

Nun klingen sie wieder

Schon zum 12. Mal gibt es im Wiener Musikverein den Zyklus „Nun klingen sie wieder“. Gemeint sind historische Instrumente aus der weltberühmten Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. 2008 und 2010 konnte ich den Bösendorfer Pedalflügel zum Klingen bringen, 2012 mit einer Choralschola bei der Präsentation des Susaphons mitwirken. Es freut mich sehr, dass ich auch heuer wieder historische Instrumente vorstellen darf.

Eine ganz außergewöhnliche Kombination gibt es am Mittwoch, 9. April 2014 zu hören: eine Wiener Mandoline (ein vierseitiges Instrument, abgeleitet von der Neapolitanischen Mandoline, aber nicht wie diese doppelchörig): Max Engel wird von mir an einem historischen Tafelklavier, erbaut von Johann Schantz, begleitet. Kein geringerer als Ludwig van Beethoven hat für diese seltene Kombination Werke geschrieben!

Christoph Coin wird mit einer Sonate von Francois Martin eine besondere Spielweise des Violoncellos aus dem Paris des 18. Jahrhunderts vorstellen, klanglich untermalt am Cembalo.

Wer Interesse an Information zu alten Instrumenten hat, soll sich dieses Konzert nicht entgehen lassen. Prof. Dr. Otto Biba, der Leiter der Sammlung, wird die Instrumente und deren Besonderheiten kommentieren. Freie Platzwahl im umgebauten Brahmssaal sichert ein unmittelbares Klangerlebnis.

Weitere Informationen: www.musikverein.at

PS: Noch ein Tipp für alle, die keine Karten mehr für die Matthäus-Passion von Bach mit Nikolaus Harnoncourt erlangen konnten: Ein Mitschnitt der Konzerte am 5. und 6. April aus dem Wiener Musikverein wird am Karfreitag abends in Ö1 zu hören sein, Anton Holzapfel als Organist im 2. Chor!

Carne Vale

Noch ist der Fasching nicht einmal richtig in die Gänge gekommen: der Ball der Immobilienwirtschaft findet (zeitgleich mit dem Philharmonikerball) am kommenden Donnerstag, 24. Jänner 2014 in der Wiener Hofburg statt, am 14. Februar 2014 gibt es das Faschingskonzert des Vereins Wiener Orgelkonzerte in der Hochschulkirche St. Ursula.

Trotzdem ist es schon Zeit, musikalische Projekte der Fastenzeit anzukündigen:
Am 5. und 6. April 2014 werde ich bei Aufführungen der Bach’schen Matthäuspassion mit dem Concentus musicus unter Nikolaus Harnoncourt im Wiener Musikverein Orgel spielen. Der Kartenvorverkauf beginnt für Musikvereins-Mitglieder am 5. bzw. 6. Februar, für alle übrigen eine Woche später.
www.musikverein.at

In diesem Sinn: Carne Vale